Der Viesebecker Maibaum

Zu einer Vereinsfahrt besonderer Art waren die Vereinsmitglieder der Schützengesellschaft 1701 Viesebeck e.V. am Sonntag, den 14.09.1997 gestartet. Das Ziel der Fahrt war der kleine Ort „NÜST“ (bei Hünfeld). Die Mitglieder des dortigen Karnevals- u. Kirmesvereins (KKV), zu deren Mitgliedern auch Heike u. Frank Olbricht zählen (Heike ist gebürtige Viesebeckerin), waren an Pfingsten des Jahres 1997 Gast beim traditionellen Schützen- und Heimatfest und hatten mit ihren schönen Kostümen und einem Pferdegespann maßgeblichen Anteil am gelungenen Festumzug.

Nachdem man gegen 13:00 Uhr in NÜST eingetroffen war, wurde man um 14:00 Uhr auf dem Dorfplatz vom dortigen Vorsitzenden des KKV auf das herzlichste begrüßt. Der damalige 1. Vorsitzende unseres Vereines, Klaus Höwner, überreichte als Gastgeschenk eine nagelneue Vereinsfahne, die dort einen „gebührenden Platz erhalten werde“. Nach dem offiziellen Teil unterhielten die Kirmesmädchen und Kirmesburschen mit gekonnten Tanzdarbietungen rund um den „wunderschönen“ Maibaum die Gäste. Der Nachmittag klang mit einem geselligen Beisammensein aus.

Am Abend spielte dann ab 20:00 Uhr die Kapelle zum Kirmestanz auf, in dessen Verlauf auch eine „Amerikanische Versteigerung“ stattfand. Hier sollte kein geringerer als der bereits angesprochene, insgesamt 22,50m hohe, "wunderschöne“ Maibaum versteigert werden.

Es kam wie es kommen musste, die Viesebecker bekamen den Zuschlag für den Baum für 100 Mark, der nun seinen neuen Standort auf dem neu entstehenden Viesebecker Dorfplatz erhalten sollte. Nach einem ereignisreichen Tag trat man dann am 31.10.1997 gegen 22.30 Uhr die Heimreise an.

Ein mächtiger 24 Meter langer Fichtenstamm musste mit einem Tieflader aus Ost- nach Nordhessen transportiert werden. Dort kam er aber um vier Meter kürzer an, denn auf der Autobahn stoppte die Polizei den Tieflader, bemängelte, dass der Baum zu lang sei und abgesägt werden müsse. Zum Glück hatten die Viesebecker eine Motorsäge dabei und verkleinerten den Stamm auf die von den Ordnungshütern gewünschte Länge.

Ein Jahr später, also 1998, wurde das Prachtstück erstmals auf dem Dorfplatz aufgestellt.
Nach zehn Jahren kam das Aus: Wegen Fäulnis im Inneren des Stammes war die Standfestigkeit nicht mehr garantiert. Die Traditionsschützen organisierten deshalb mit Vermittlung der benachbarten Landauer Schützengilde 2002 einen neuen Maibaum aus dem Wald der Waldecker Dominalverwaltung: eine Douglasie.

NachBearbeitung des Stammes war der neue Maibaum 18,5 Meter hoch und rund 1,1 Tonnen schwer. Dieser Baum wurde - versehen mit einem Girlanden geschmückten neuen Kranz - am 01.05.2011 von einem Teleskoplader wieder einmal in der Dorfmitte aufgerichtet.

Sponsoren gesucht!

Es ist geplant, am Maibaum Zunftschilder anzubringen.

Interessenten, die sich beteiligen möchten, wenden sich bitte an
B. Kuhaupt oder Wolfgang Fuchs!

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